Die berühmte „Park Inn“-Aussicht auf dem berliner Alexanderplatz

Das Park Inn Hotel am Alexanderplatz birgt einen der bekanntesten Fotospots Berlins. Von der 150m hoch gelegenen Aussichtsplattform im 40. Stockwerk genießt man einen freien Blick über den Alexanderplatz, den Fernsehturm und die Skyline Berlins. Der Aussichtspunkt ist für jeden zugänglich, kostet jedoch 4€ Eintritt.

Letzten Sonntag wollte ich auch endlich einmal dort oben stehen, um den Sonnenuntergang über der Innenstadt zu fotografieren. Also packte ich Kamera, Stative und Objektive in meinen Rucksack und fuhr los. 30 Minuten Fahrtweg und 150 Höhenmeter später staunte ich nicht schlecht, denn bereits eine Stunde vor Sonnenuntergang waren praktisch alle guten Plätze am Geländer belegt. Also baute ich mein Stativ kurzerhand in einem der „dekorativen“ Blumenkästen auf. Endlich einmal ein Vorteil wenn man groß ist und seine Kamera auch aus ungünstiger Position bedienen kann. Außerdem lief ich so nicht Gefahr, dass andere Besucher mein Stativ anrempeln 🙂

Gegen das hässliche Sicherheitsnetz kann man hingegen wenig machen. Das ist zum Glück großmaschig genug, so das Objektive jeder Größe hindurch passen (danke dafür), verkompliziert dafür aber natürlich den Aufbau und engte den Blickwinkel der Bilder stark ein. Mein angestrebtes 180° Panorama war somit natürlich nicht möglich. Nachdem ich etwa 20 Minuten mit dem Bildausschnitt gekämpft hatte (hochkant? Panorama? Fernsehturm zentral oder im goldenen Schnitt?) konnte ich endlich den Sonnenuntergang genießen, der lange Schatten durch die diesige Stadt trieb. Bei so tief hängender Sonne waren keinerlei Filter oder Photoshopmagie notwendig. Für die nötige Farbpracht sorgten allein die Sonne und der berliner Smog  die berliner Luft.

Der Blick auf den berliner Alexanderplatz von der Aussichtsplattform des Park Inn

Sonnenuntergang und lange Schatten über Berlin – Der Blick auf den berliner Alexanderplatz von der Aussichtsplattform des Park Inn.
Canon 6D | Tamron 15-30mm f/2.8 | f/11 | 1/1000s | ISO L

Nachdem die Sonne unterging, durfte die Kamera auf keinen Fall mehr bewegt werden, schließlich wollte ich die Stimmung der blaue Stunde mit den Lichtern der Stadt verbinden. Als letzten Gruß sandte die Sonne einen wundervollen Orange-Pink-Lila Himmel zu den anwesenden Fotografen und verabschiedete sich dann in einem wolkenlosen, blauen und immer dunkler werdendem Himmel. Langsam wurden immer mehr und mehr Lichter und Beleuchtungen eingeschaltet und die Belichtungszeiten gelangten endlich in einen Bereich, der das Erstellen von Lichtspuren vorbeifahrender Busse, Straßenbahnen und Autos ermöglichte. Als dann auch noch Wind von Süden aufkam und den Rauch nahegelegender Schornsteine wie Wolken über den Himmel blies, war das Bild für mich perfekt.

Blaue Stunde, Alexanderplatz Aussichtsplattform

Blaue Stunde und Nebel über Berlin – Der Blick auf den berliner Alexanderplatz von der Aussichtsplattform des Park Inn.
Canon 6D | Tamron 15-30mm f/2.8 | f/4 | 1/3s & 10 * 15s | ISO 100

Tipps zur Fotografie auf der Aussichtsplattform des Park Inn

  • Die Ausrichtung der Terrasse gen Westen ermöglicht die besten Bilder zum Sonnenuntergang. Die Öffnungszeiten lassen eh keine Bilder zum Sonnenaufgang zu und tagsüber ist das Licht meist zu hart und die Stadt wirkt grau und trist.
  • Der Spot ist berühmt und gut besucht. Wer den besten Platz (an der Verbindung der zwei Schutznetze, wo die Maschen am größten sind) haben möchte, muss frühzeitig dort sei
  • Das Stativ sollte möglichst nicht auf dem Geländer stehen. Die vielen Touristen lehnen sich gern dagegen, was die ganze Konstruktion ordentlich wackeln lässt.
  • Zieht euch warm an. solange die Sonne am Himmel steht ist alles ok, aber in der Höhe weht ein ordentlicher Wind und nach Sonnenuntergang wird es rasch kälter.
  • Am schnellsten wieder nach unten geht es gleich nebenan beim Houserunning 🙂

 

Kolja Engelmann

Technikfan, Freizeitprogrammierer, selbsternannter Toolking und vermutlich größter Drachenfan Deutschlands blogged hier die Lösungen zu IT-Problemen die ihm über den Weg laufen, kleine Softwaretools, nostalgische Anfälle und missbraucht das Ganze gern auch mal als privates Tagebuch und Fotoalbum.

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