Lightroom Katalog über Dropbox synchronisieren – aber bitte ohne BoxCryptor

Ich verwalte und entwickle meine Photos von verschiedenen Rechnern aus in Lightroom. Private Bilder editiere ich oft zu Hause auf meinem PC, während Bilder von Kundenveranstaltungen meistens auf meinem Arbeitslaptop editiert werden wollen, ganz egal wo ich gerade bin. Doch manchmal verwischen auch die Grenzen und so wurden z.B. die Photos einer Hochzeitsfeier neulich im Flugzeug auf dem Weg zum Kunden editiert. Um dennoch überall mit dem gleichen Datenstand arbeiten zu können, benötigte ich eine Möglichkeit meinen Bilderkatalog über PC- und Netzwerkgrenzen hinweg synchron zu halten. Am einfachsten erschien mir dies, indem ich Lightroom anwies, seine Katalogdatei in meiner Dropbox anzulegen.

Dropbox läd seinen Katalog aus der Dropbox

Dropbox läd seinen Katalog aus der Dropbox

Nun bin ich allerdings kein Fan davon private Daten bei Dropbox unverschlüsselt abzulegen, schon gar keine privaten Photos. Ich habe nicht umsonst alle privaten Bilder von mir aus dem öffentlichen Internet getilgt. Also beschloss ich den Katalog nicht direkt in der Dropbox, sondern in einem durch BoxCryptor verschlüsselten Unterordner abzulegen. Das schien mir die sicherste Variante und funktionierte prima. Was jetzt durch den Äther synchronisiert wurde, war für Dropbox nur noch verschlüsselter Datensalat – so wie es sein sollte.

Leider ist diese Lösung zwar sicher aber vor allem schnarchend lahm. Mit jeder neuen Lightroom Version hoffte ich auf Geschwindigkeitsverbesserungen, die mir  in den Adobe Changelogs auch versprochen wurden. Mit Lightroom 6 (bzw. Lightroom CC) schoss Adobe jedoch den Vogel ab. Trotz Hardwarebeschleunigung hatte ich das Gefühl bei jedem Bearbeitungsschritt erstmal mehrere Sekunden Bedenkzeit ertragen zu müssen. Ein Blick in den Windows Resource Manager bestätigte mir, was ich befürchtete. Lightroom arbeitet jetzt intensiver mit seinen Vorschaudateien und dem Katalog auf der Festplatte. Und genau diese Bearbeitungsschritte werden von BoxCryptor auf ca. 9Mb/s gebremst (s. hier). Bei ~ 25 Mb RAW Bildern ist klar, dass dies eine Wartezeit mit sich bringen muss.

Kurzum, ich habe den Lightroom Katalog wieder aus dem BoxCryptor Ordner entfernt und direkt in die Dropbox gelegt. Flüssig arbeiten zu können ist mir wichtiger.

Kolja Engelmann

Technikfan, Freizeitprogrammierer, selbsternannter Toolking und vermutlich größter Drachenfan Deutschlands blogged hier die Lösungen zu IT-Problemen die ihm über den Weg laufen, kleine Softwaretools, nostalgische Anfälle und missbraucht das Ganze gern auch mal als privates Tagebuch und Fotoalbum.

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3 Antworten

  1. Jan sagt:

    Warum dann nicht TeamDrive nutzen?
    Ok, ja, closed source, aber besser als gar nichts und made in Germany 🙂

    • Ich hab auch bereits an Bittorrent Sync gedacht, was auch prima funktionieren würde. Dann überlege ich mir aber weiter, ob es sich lohnt für eine einzige Anwendung einen zusätzlichen Sync Client zu installieren.

      • Jan sagt:

        Gut – wenn Dein Setup über Dropbox und Boxcryptor steht, muss man sich zwischen „convenience“ und „security“ entscheiden 😉
        Es würde nur Sinn machen, wenn Du Dein komplettes Sync-Verhalten auf TeamDrive oder besser noch auf https://www.syncany.org/ umstellst (letzteres reift noch, ist aber durchaus empfehlenswert und sollte man im Auge behalten)

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