{"id":4291,"date":"2015-03-02T16:36:35","date_gmt":"2015-03-02T15:36:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/?p=4291"},"modified":"2015-03-02T16:40:10","modified_gmt":"2015-03-02T15:40:10","slug":"mwc-2015-in-barcelona-wir-verbinden-alles-mit-allem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/2015\/03\/mwc-2015-in-barcelona-wir-verbinden-alles-mit-allem\/","title":{"rendered":"MWC 2015 in Barcelona &#8211; Wir verbinden alles mit allem"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4292\" src=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo-500x112.jpg\" alt=\"MWC 2015 Logo\" width=\"500\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo-500x112.jpg 500w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo-720x162.jpg 720w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mwc-2015-logo.jpg 780w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Ein weiterer Tag im Paradies.&#8220; Sagt Tom Cruise in Oblivion wenn er sich jeden Morgen in seinem weitl\u00e4ufigen und dennoch abgeschotteten \u00d6kosystem auf den Weg zur Arbeit macht. Seit einer Woche bin auch ich wieder in diesem ganz speziellen \u00d6kosystem unterwegs, dass sich Mobile World Congress nennt. In Barcelona bereite ich wie \u00fcblich einige Demos\u00a0des Nokia Messestandes vor und stelle mir stets gern die ketzerischen Fragen &#8222;Was ist eigentlich dieses Jahr anders als die Jahre zuvor? Ist das tats\u00e4chlich neu? Und macht das alles \u00fcberhaupt Sinn?&#8220;<\/p>\n<p>Der diesj\u00e4hrige Slogan der GSMA &#8222;The Edge of Innovation&#8220; kann man mit b\u00f6sem Hintergedanken auch mit &#8222;Wir stehen am Rand einer Innovation, sind aber noch nicht da&#8220; &#8211; \u00fcbersetzen. Andere\u00a0blasen in das Selbe Horn\u00a0&#8222;In search of incredible&#8220; &#8211; &#8222;Wir suchen das unfassbare, haben es aber auch noch nicht gefunden&#8220;. Was ist denn nun neu?<\/p>\n<h3>5G<\/h3>\n<p>5G Mobilfunk? Ja da haben die gro\u00dfen Operator (ja auch wir) ein paar halbgare Prototypen gebastelt die unglaubliche Datenraten f\u00fcr sehr kleine (~120m) Zellen\u00a0versprechen. Das sind\u00a0nette Technologien, die im hohen Gigahertz Bereich arbeiten (Stichwort Millimeter\u00a0Wellenl\u00e4nge) und somit nur eine sehr begrenzte r\u00e4umliche Ausbreitung haben. Als Ersatz f\u00fcr etablierte Technologien taugen sie aber vermutlich die n\u00e4chsten 10 Jahre noch nicht. Zu gro\u00df ist der Planungsaufwand die vielen kleinen Zellen zu positionieren, wenn f\u00fcr eine erfolgreiche Verbindung stets eine Sichtverbindung zu mindestens einer Zelle existieren muss. Im\u00a0Backhaul f\u00fcr bestehende Netze oder Orte, die auf Grund sehr hoher Bandbreitenanforderungen von\u00a0sehr vielen kleinen Zellen versorgt werden m\u00fcssen (Messehallen, Sportstadien oder Einkaufspassagen) jedoch k\u00f6nnte diese Technologie\u00a0schnell Anklang finden, da die n\u00f6tige Verkabelung zur\u00fcck zum Zugangspunkt\u00a0entfallen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Wearables (wobei man zu 95% von &#8222;Uhren&#8220; sprechen kann)<\/h3>\n<p>Ah, da riecht die Industrie doch Morgenluft. Endlich mal wieder ein Marktsegment das man s\u00e4ttigen kann. Beinahe jeder Hersteller, der Tablets oder Telefone auf dem Markt hat, bringt dieses Jahr eine neue Produktkategorie heraus oder aktualisiert die vorhandene.\u00a0Wearables, das sind\u00a0Ger\u00e4ten (2015 meist Uhren) die sich mit meinem Telefon verbinden, um mir Informationen anzuzeigen, die ich mir auch auf ersterem h\u00e4tte\u00a0ansehen\u00a0k\u00f6nnen. Merkt man meinen Worten eine gewisse Skepsis an? Ist der Weg von der Hosentasche\u00a0vor die Augen\u00a0so lang geworden, dass ich jetzt wirklich ein zweites Display ben\u00f6tige, um\u00a0die entscheidenden\u00a0Zehntelsekunden zu sparen? Techblogger \u00fcberschlagen sich mit Meldungen wenn es mal wieder eine neue Smartwatch gibt, die einer klassischen Armbanduhr zum verwechseln \u00e4hnlich sieht&#8230;angeblich soll man nur an der Akkulaufzeit auf den ersten Blick einen Unterschied bemerken k\u00f6nnen \ud83d\ude09\u00a0Aber was dem Kunden gef\u00e4llt&#8230;<\/p>\n<p>Ok, fahren wir mal die Kritik zur\u00fcck. Die neuen Devices sind teilweise schon echt schick. Nach der obligatorischen Verbindung in ein Android oder iOS\u00a0\u00d6kosystem (ohne diese w\u00e4ren es ja nur ganz dumme&#8230;Uhren) oder zu einer dedizierten Companion App,\u00a0zeigen sie kurze Infoschnippsel anoder\u00a0liefern im Gegenzug ein paar Infos wie z.B. den Herzschlag oder Gyroinformationen zur\u00fcck an eine App auf dem Ger\u00e4t.\u00a0Meiner Meinung nach sind Wearables momentan jedoch ein\u00a0ziemlich nutzloser Quark &#8211; genauso trendy und nutzlos wie Vollb\u00e4rte oder diese beknackten Selfie-Sticks. Eine modische Erscheinung, die nur dann l\u00e4nger als eine Saison Bestand haben wird, wenn sie\u00a0nicht einfach nur als\u00a0externen Minihandy-Display verwendet werden, sondern\u00a0Funktionen spendiert bekommen, die nicht schon durch das Telefon implementiert sind. Health Tracker z.B. sehe ich da bisher als einzigen Anwendungsfall. Jetzt m\u00fcssten die Hersteller noch die Akkulaufzeit dieser Ger\u00e4te und die\u00a0Produktzyklen stark verl\u00e4ngern, denn seien wir doch mal ehrlich: Wer will sich denn jedes Jahr zus\u00e4tzlich zu seinem neuen 800\u20ac Smartphone auch noch\u00a01000\u20ac Wearables kaufen, damit diese weiterhin mit Updates versorgt werden und mit den neuen Features mithalten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Vermutlich werde auch ich irgendwann zu einer schlauen Uhr am Handgelenk greifen oder mir einen wie auch immer gearteten Google Glass Nachfolger auf die Nase setzen, jegliche\u00a0Hinweise\u00a0nach Sinn, Sicherheit oder Kontostand\u00a0ignorierend. Bis dahin lasse ich\u00a0die Jungtiere aber noch ein par lange Winter auf der Weide grasen und kaufe mir dann lieber etwas das ausgereifter ist und\u00a0reale Anwendungsgebiete nutzt. Bis dahin kann ich meine\u00a0Nachrichten auch weiterhin von meinem Telefon ablesen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der diesj\u00e4hrige Slogan der GSMA &#8222;The Edge of Innovation&#8220; kann man mit b\u00f6sem Hintergedanken auch mit &#8222;Wir stehen am Rand einer Innovation, sind aber noch nicht da&#8220; &#8211; \u00fcbersetzen. Andere blasen in das Selbe Horn &#8222;In search of incredible&#8220; &#8211; &#8222;Wir suchen das unfassbare, haben es aber auch noch nicht gefunden&#8220;. 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