{"id":4215,"date":"2014-11-16T23:10:58","date_gmt":"2014-11-16T22:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/?p=4215"},"modified":"2014-11-16T23:10:58","modified_gmt":"2014-11-16T22:10:58","slug":"togopod-runner-tim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/2014\/11\/togopod-runner-tim\/","title":{"rendered":"togopod Runner Tim"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4216\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4216\" class=\"size-large wp-image-4216\" src=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim-500x333.jpg\" alt=\"Das &quot;Runner Tim&quot; Stativ von togopod\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim-500x333.jpg 500w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim-720x480.jpg 720w, https:\/\/www.kolja-engelmann.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/togopod-runner-tim.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4216\" class=\"wp-caption-text\">Das &#8222;Runner Tim&#8220; Stativ von togopod<\/p><\/div>\n<p>Seit einem Jahr besitze ich das kompakte <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00D3YJVIW\/?tag=dragonslayer-21\" target=\"_blank\">Reisestativ Runner Tim<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.togopod.de\/\" target=\"_blank\">togopod<\/a>. Zwar besitze ich bereits ein gro\u00dfes, stabiles Stativ von Manfrotto, da dieses jedoch recht lang und schwer ist, war ich auf der Suche nach einem kleinen, leichten und g\u00fcnstigem Stativ, dass ich immer dabei haben konnte. Nun, wer sich ein bisschen mit Stativen auskennt wei\u00df, dass man so eine eierlegende Wollmilch-Arca-Swiss-Sau vermutlich nicht finden wird, irgendwas ist immer.<\/p>\n<h3>Kompakt, schnell, vern\u00fcnftige\u00a0Arbeitsh\u00f6he<\/h3>\n<p>Wenn man den &#8222;Tim&#8220; zum ersten mal auspackt und die 30cm\u00a0kurze Stativeinheit betrachtet, ist man zun\u00e4chst entz\u00fcckt. Das komplett aus Aluminium gefertigte Stativ besitzt vier Beinelemente und eine zweifach verl\u00e4ngerbare Mittels\u00e4ule, die das Stativ auf eine maximale Arbeitsh\u00f6he von 147cm bringen. Die mit einem Schaumgummi-\u00dcberzug versehenen Beinelemente lassen sich mit einem Drehmechanismus \u00a0(dem Quick-Leg-Lock System) l\u00f6sen, ausfahren und wieder arretieren. Das sorgt f\u00fcr sehr kurze Auf- und Abbauzeiten und hat mir schon das eine ums andere Mal neidische Blicke beschert. W\u00e4hrend andere Photographen noch ihre Beinsegmente drehen oder Klammern arretieren, habe ich schon l\u00e4ngst mein Stativ wieder abgebaut. Der Kugelkopf liest sich auf dem Papier auch sehr gut. Er besitzt eine Arca Swiss kompatible Halteplatte, arretierbare Panoramafunktion, eine\u00a0Schraube\u00a0um die Friktion des Kugelgelenks zu erh\u00f6hen oder zu verringern und tr\u00e4gt Kameras mit bis zu 5kg Gewicht, genau wie die Gro\u00dfen der Branche.<\/p>\n<h3>Stabilit\u00e4t und Verarbeitung mangelhaft<\/h3>\n<p>Leider hapert es genau dort, wo ein Stativ auf keinen Fall sparen sollte, n\u00e4mlich an der Stabilit\u00e4t. Auf maximaler Arbeitsh\u00f6he und mit einer gro\u00dfen Kamera samt Telezoom beladen, ist die Konstruktion extrem\u00a0wackelig. Nur auf schwingungsfreiem Boden und ohne Wind lassen sich so scharfe Aufnahmen erzielen. Nat\u00fcrlich ist diese Grenzbelastung f\u00fcr jedes Stativ schwierig, aber im Gegensatz zu teureren Stativen zittert der Runner Tim wie Espenlaub, wenn er meine Kamera sieht. Zwar\u00a0k\u00f6nnte ich meinen Rucksack als Gegengewicht an den Haken der Mittels\u00e4ule h\u00e4ngen und so vermutlich die Schwingungen reduzieren, aber ich bin mir nie so sicher, ob ich diesem kleinen Haken\u00a0wirklich meine teuren Linsen anvertrauen sollte. Deswegen fahre ich den Tim meist nicht ganz aus, spare mir das d\u00fcnnste Beinsegment und eines der Mittels\u00e4ulen-Segmente. Dann steht er deutlich stabiler, ist mir pers\u00f6nlich aber oft\u00a0zu klein.<\/p>\n<p>So schlau ich das Quick-Leg-Lock System auch finde, es ist verdammt zickig. Dreht man die Beine nicht jedesmal mit ordentlich Schmackes fest, macht das Stativ nach wenigen Sekunden einen &#8222;Diener&#8220; und verneigt sich mit einem, zwei oder gleich allen drei Beinen.\u00a0Festdrehen ist die Devise. Und ich meine fest&#8230;RICHTIG FEST.<\/p>\n<p>Apropos fest, mit dem (austauschbaren) Kugelkopf verbindet mich eine Hassliebe, denn der\u00a0Friktionsmechanismus ist f\u00fcr den Allerwertesten. Um den Kugelkopf wirklich sicher\u00a0zu arretieren,\u00a0muss ich sowohl Friktion als auch Kugelkopfarretierung\u00a0verdammt fest anziehen, denn sonst dreht sich meine Kamera\u00a0scheu von seinem Motiv weg in Richtung Fu\u00dfboden. H\u00e4lt der Kopf dann endlich still und man will noch einmal kurz den Horizont begradigen, reicht es jedoch nicht nur den Kugelkopf zu l\u00f6sen. Man muss auch die Friktionsschraube wieder anfassen, denn sonst l\u00e4sst sich die Apparatur nur sehr gewaltvoll verstellen. Folglich muss ich stets zwei Schrauben bedienen,\u00a0um meine Kamera auszurichten. Das\u00a0geht nat\u00fcrlich, ist mir aber zu umst\u00e4ndlich und macht die Zeit, die ich durch das schnelle Aufbauen gewonnen habe immer wieder zunichte.<\/p>\n<p>Nach einem Jahr \u00a0und vielleicht ~50 Eins\u00e4tzen, macht sich nun erste Materialerm\u00fcdung bemerkbar. Der Kugelkopf hat in sich Spiel bekommen und wackelt hin und her, genau wie die ganze Mittels\u00e4ule &#8211; schade.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>G\u00fcnstiger Preis,\u00a0kompaktes Packma\u00df, durchdachte Features. Der Runner Tim k\u00f6nnte ein echtes Spitzenstativ sein, wenn die Stabilit\u00e4t besser ausfallen w\u00fcrde, der Kugelkopf nicht so nerven \u00a0w\u00fcrde und die Verarbeitung der\u00a0Gelenke hochwertiger w\u00e4re. F\u00fcr einen verbesserten &#8222;Tim&#8220; aus Carbon und ohne oben genannte M\u00e4ngel w\u00e4re ich durchaus bereit den doppelten Preis zu zahlen. Bis dahin kann ich mein Exemplar lediglich noch zu Photospielereien im heimischen Wohnzimmer herausholen. Unterwegs muss ich leider das gro\u00dfe Manfrotto bem\u00fchen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einem Jahr besitze ich das kompakte Reisestativ Runner Tim von togopod. Zwar besitze ich bereits ein gro\u00dfes, stabiles Stativ von Manfrotto, da dieses jedoch recht lang und schwer ist, war ich auf der Suche nach einem kleinen, leichten und g\u00fcnstigem Stativ, dass ich immer dabei haben konnte. 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